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Smalltalk im Büro – und die große Frage

Heute auf der Arbeit – ich im Gespräch mit einem jüngeren Kollegen. Anfangs klassischer Smalltalk: Wetter, Kaffee, wer wie schlecht geschlafen hat.
Aber dann… kam die große Frage auf den Tisch: Work-Life-Balance.

Und damit sind wir auch direkt beim Thema:
Ist das eigentlich noch zeitgemäß?

Früher war Büro der Standard

Früher – und nein, ich bin noch nicht so alt, dass ich Geschichten vom Kaiserreich erzählen kann – war es ganz normal:
40 Stunden pro Woche, 5 Tage im Büro, Präsenzpflicht Punkt 8:00 Uhr.

Der Schreibtisch? Freundlicherweise von der Firma gestellt. Ein Hoch auf die ergonomischen Klappstühle von 2006.

Man ging morgens aus dem Haus, wenn alle noch schliefen – Frau, Kinder, Hund, Kaktus. Abends zurück, vielleicht noch Abendessen, dann Couch, Fernsehen, irgendwas zwischen RTL-Nachrichten und „Two and a Half Men“.

Homeoffice – immer noch ein Experiment?

Und wieder die Frage: Ist das noch zeitgemäß?
Ich sage: Nein!

In einer Welt, in der man mit einem Fingertipp Pizza bestellen, das Auto starten oder ein Bewerbungsgespräch führen kann – warum müssen Menschen immer noch täglich ins Büro fahren?

Warum ist Homeoffice für viele Firmen noch immer ein „Experiment“?
Warum fühlt sich Gleitzeit wie ein Privileg an und nicht wie ein Standard?

Selbst die Kaffeemaschine ist oft smarter als so mancher Vorgesetzte.

Es geht nicht um alle Branchen – aber…

Klar, in manchen Berufen geht es nicht anders.
Aber bei klassischen Büro-Jobs – Mails schreiben, Tabellen pflegen, PowerPoint-Folien vollkleistern – ist es absurd, täglich 2 Stunden im Auto zu sitzen, nur um dann 8 Stunden neben Kollegen zu arbeiten, mit denen man über die Speisekarte vom Italiener redet.

2025: Zeit für neue Arbeitsmodelle

Wir haben KI, Cloud und Teams-Meetings, die genauso wenig bringen wie Präsenzmeetings.
Warum also nicht von dort arbeiten, wo man produktiv ist – ob Homeoffice oder Café mit Cappuccino?

Ich bin nicht gegen Arbeit – im Gegenteil.
Aber ich bin gegen Firmenkulturen, in denen Anwesenheit wichtiger ist als Ergebnis.

Vielleicht sollten wir ehrlich fragen:
Ist unser Arbeitsmodell wirklich noch zeitgemäß – oder nur ein Relikt aus der Vergangenheit?


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